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Presse
Heimatgeschichte im Kleinformat
Ein Rundgang durch die Sonderausstellung im Museum

Seit Kurzem ist im Museum Sprucker Mühle eine Sonderausstellung zur Gubener Postgeschichte zu sehen. Übersichtlich und in sorgfältiger Aufmachung bietet sie interessante Einblicke in einen ganz speziellen Aspekt der Stadtgeschichte. Auf zahlreichen Tafeln wird der lohnenswerte Versuch unternommen, die Geschichte der Post in Guben anhand von Belegen wie Briefen und Postkarten sowie unterschiedlichsten Stempeln nachzuzeichnen. Dabei erschließt sich dem Betrachter ein zeitlicher Bogen vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg der Jahre 1914 bis 1918. Hilfreich wird der Besucher die Anmerkungen auf den Ausstellungstafeln empfinden, die auch dem fachlich weniger Ambitionierten helfen, die Besonderheiten der einzelnen Belege zu erkennen.

Diese Anmerkungen erscheinen allerdings z. T. sehr knapp gehalten und setzen somit beim Betrachter einiges Wissen voraus. Dass der Zeit des Ersten Weltkrieges recht breiten Raum gewährt wird, fällt positiv auf. Dies umso mehr, als bislang kaum neuere Forschungsergebnisse über diesen Zeitraum vorliegen. Lediglich das "Russenlager in Guben" zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers, erschienen 1998 in Potsdam, bildet hier eine Ausnahme.

Wer eine solch große Anzahl von Angaben, wie die Anmerkungen auf den Tafeln mit den Belegen, zusammenstellt, dem unterlaufen hier und da einige Fehler. An dieser Stelle sei nur darauf verwiesen, dass die Zahl der verstorbenen Kriegsgefangenen mit 500 nicht exakt angegeben wurde. Deren Anzahl liegt um einiges höher, nämlich bei 564, die auf dem sogenannten Russenfriedhof beim Dorf Buderose, heute Budoraz, beigesetzt wurden. Irritierend wirkt die Formulierung, wonach während des ersten Weltkrieges ca. 1000 Gubener verstorben sind. Hier sind sicherlich die während des Krieges gefallenen Soldaten aus Guben gemeint. Deren Zahl wird im Gubener Heimatkalender 2000, S. 22 mit 967 angegeben.

Dem Museumsleiter Herrn Pilz und seinem kleinen Team kann man zu dieser gelungenen Ausstellung nur gratulieren. Auf ganz unspektakuläre Weise deutet sie an, wie vielschichtig sich die Zugänge zur Heimatgeschichte gestalten. Zu wünschen wäre auf jeden Falle eine Fortsetzung der Sammlungstätigkeit des Museums in postalischer Hinsicht, bleiben doch trotz der Fülle des gezeigten Materials wichtige Themen offen.

So z.B. die schwere Zeit der Inflation 1923, in der zuweilen das ganze Couvert mit Briefmarken vollgeklebt war, deren Wert in die Millionen ging. Oder auch die Verwendung von Briefmarken durch größere Firmen in Guben, die diese Briefmarken mit Initialen lochen ließen, um einen Missbrauch der Marken zu verhindern. Die Stadt Guben selbst benutzte ja auch unterschiedlicher Stempel mit diversen Werbesprüchen, wie z. B. "Guben - Weltbekannte Paletotstoffe, Tuche" oder "Guben - Gartenstadt * Hüte und Tuche*".

Schließlich wäre der gesamte Zeitraum von 1933 bis 1945, der in dieser Ausstellung leider ausgespart wurde, postalisch zu erschließen. Hierbei lassen sich durch Stempel ebenfalls die in Guben stationierten Einheiten der Wehrmacht ermitteln. Selbst von den Kriegsgefangenenlagern in Guben existieren Belege, die wichtige Hinweise für die Forschung geben können. Schließlich wäre auch zu ermitteln, wo und wann in Guben die einzelnen Postämter eingerichtet wurden bzw. wie lange sie in Betrieb waren. Alles in allem also noch ein weites Feld was da zu bearbeiten ist, wozu diese Ausstellung hoffentlich zahlreiche Anstöße gibt.

Andreas Peter, Guben
"Lausitzer Rundschau", Ausgabe Guben
2001-10-27

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